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Ironwoman
3,8km Schwimmen - 180km Rad fahren – 42km Laufen
Der Kärnten Ironman Austria ist wirklich eine Reise wert!

In den frühen Morgenstunden des 4. Juli 2010
herrschte eine gespenstische Stille am Wörthersee.
Es war die Sonne, die früh am Morgen über den
Rupertiberg blinzelte und die Idylle des Rosentals
in ein atemberaubendes Licht rückte.
Es war das Zwitschern der Vögel, das die Stille
der Nacht der Vergangenheit angehören ließ.
Und es war das beruhigende, sanfte Rauschen der
Bäume im Wind, das die Morgenstimmung abrundete!
Dann war es endlich soweit: Um sieben Uhr Früh
fiel der Startschuss zum Kärnten Ironman Austria
2010! Mehr als 2.200 Athleten durchpflügten das
Wasser und brachten es zum Brodeln. Und ich
mitten drin!
Erstaunlicherweise kam mir die Schwimmstrecke gar nicht so lange vor, wie ich es befürch-tete!
Ich bewältigte die 3,8 Kilometer in einer Zeit von einer Stunde und 33 Minuten.
Das erste Mal hatte ich das Gefühl, mit dem Element Wasser zu verschmelzen.
Nach einem schnellen Wechsel nahm ich die Radstrecke
über die 180 Kilometer mit 1.600 Höhenmetern in
Angriff. Auf der Radstrecke bildete der Rupertiberg
den Höhepunkt des Leidens. Der Berg musste zwei Mal
bezwungen werden. Das Publikum in Kärnten war ein
Wahnsinn, einfach unbeschreiblich!
Frenetisch trieben sie die Athleten nach oben,
unterstützt von peitschender Musik.
Jeder Einzelne wurde angefeuert und fühlte sich als
Sieger! Meine erste Radrunde über 90 Kilometer war
noch voller Elan, doch die zweite bescherte mir einen
Dämpfer. Eine vorüberziehende Gewitterfront öffnete
für 15 Minuten die Schleusen. Regen und Hagelkörner
prasselten auf meine Haut. Ich wurde nass und hatte
Panik, dass mich der Sturm mitsamt meinem Rad beim
Bergabfahren umbläst. Zum Glück passierte nichts und
ich hatte nur 20 Minuten Zeit liegen lassen.
Nach sieben Stunden kam ich wieder in der Wechselzone im Europapark an.
Jetzt lag nur noch der Marathon über 42 Kilometer vor mir.
Die ersten 14 Kilometer war ich noch gut unterwegs.
Dann bekam ich plötzlich Magenschmerzen und Muskelkrämpfe in den Oberschenkeln und musste 20 Kilometer gehen.
Mein Magen fühlte sich wie ein Kühlakku an.
Die Hitze an diesem Tag war auch nicht zu unterschätzen und der Wettkampf war insgesamt eine Hitzeschlacht.
Ich dachte dennoch niemals ans Aufgeben, ich hatte nur ein Ziel vor Augen: FINISHEN!
Die letzten Kilometer lief ich wieder und als ich nach 14 Stunden und 42 Minuten den Zielbogen passierte, waren die Schmerzen plötzlich verschwunden!
Für viele ist es die Erfahrung der eigenen Grenzen und das Überwinden der Schmerzen, das den Reiz des Ironman ausmacht.
Doch der Schmerz vergeht und der Stolz bleibt! Wer diesen Augenblick nicht erlebt hat, hat etwas versäumt in seinem Leben!
Renate Klotzner
Zum Bericht über die zweite Teilnahme am Kärnten Ironman Austria:
hier...
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