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In den Seilen hängen, einmal anders
KURIER - LEBEN - Freitag, 5. August 2011, S. 15 - Laila Daneshmandi
DieNavy Seals tun es,
Physiotherapeuten
tun es, der KURIER
probierte es auch
- das neue Training
aus den USA.
Bei diesem Training
werden sogar hartgesottene
Bodybuilder
schwach. Doch gleichzeitig
sind die Übungen für Rehabilitations-
Patienten mit eingeschränkter
Mobilität geeignet.
Sling Exercise (zu deutsch:
Schlingentraining) nennt sich die
neue Trendsportart, die sich
von den USA ausgehend auch
bei uns immer weiter verbreitet.
Eines vorweg: Hierbei
werden Muskelgruppen aktiviert,
deren Existenz man vorher
kaum geahnt hat - Muskelkater
inklusive.
Das Gute daran: Man kann
es überall tun. Die Schlingen
bestehen aus einem nicht
elastischen Gurt- und Seilsystem und
lassen sich an jedem
Baum, Mast, Balken oder
auch an einer Palme am
Strand befestigen. Je nach
Übung ist die Länge der
Schlinge einfach zu variieren.
Instabil Das Geheimnis ist die
permanente Instabilität.
"Aufgrund der ständigen
Bewegung der Gurte wird die
tiefer liegende Muskulatur
aktiviert. Der gesamte Körper
- vor allemder Rumpf -muss
die Instabilität ständig ausgleichen.
Dabei wird das eigene
Körpergewicht als Trainingswiderstand
eingesetzt",
erklärt Fitness-Trainerin Karin
Pauer. "Das intramuskuläre
Zusammenspiel wird
permanent gefordert."
Das ist auch der Grund,
warum Bodybuilder bei dem
Training schnell schlapp
machen: "Kraftmenschen,
die sonst nur Gewichte
stemmen, packen das nicht,
weil sie am Gerät immer gesichert
sind - das Zusammenspiel
der Muskeln wird
nicht so gefordert."
Gleichzeitig ist der Schwierigkeitsgrad
variabel, sodass
das Training auch in der Rehabilitation
eingesetzt wird.
"Hier ist es zum Aufbau der
Schlingentraining
Muskulatur geeignet. Man
kann unterschiedliche Schwerpunkte
setzen, um die Koordination
und Balance zu verbessern",
erklärt Pauer. Extrem-
Training für die Tiefenmuskulatur
also.
Neben den Physiotherapeuten
rühmt sich auch die
Spezialeinheit der US-Navy
Seals mit der Entwicklung
des Schlingentrainings. Ihr
Ziel war es, ohne klobige Fitnessgeräte
zu Wasser und zu
Land effiziente Übungen zu
erarbeiten. Kein Wunder
also, dass sich der Schlingensport
inzwischen auch im
Leistungssport und im Fitness-
Bereich etabliert hat.
Auch der Selbsttest erfüllte
alle Erwartungen - und
schoss darüber hinaus. Während man
am Gurt hängt oder
dagegen lehnt, gilt es, verschiedene
Übungen zu machen
- eine Herausforderung
für den Körper, die Balance
und die Konzentration. Die
Tiefenmuskulatur machte
sich dabei nicht nur während
des Trainings deutlich
bemerkbar, sondern vor allem
in den Tagen danach.
Fazit: Definitiv eine Wiederholungwert!
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